Die Vorklinik an einer bulgarischen Universität-Zahnmedizin

Die Vorklinik an einer bulgarischen Universität-Zahnmedizin

Was erwartet mich in den ersten ersten zwei Studienjahren ?

Welche Fächer belege ich ?

In folgendem Artikel wird es um den Unterschied zwischen Vorklinik Humanmedizin und Zahnmedizin und deren Überschneidungspunkte gehen.

Die ersten zwei Jahre des Zahnmedizin Studiums sind fast genauso aufgebaut wie die bei den Medizinern, allerdings sind die Stundenanzahlen der Fächer und die Prünfungen anders angesetzt. In den ersten vier Semestern werden die Grundlagen für ein medizizinisches Verständnis geschaffen, hinzu kommen zwei rein zahnspezifische Fächer.

1. Studienjahr

Im ersten Semester beginnt man mit den Fächern Biologie, Physik, Histologie (Zytologie, Embryologie) und Computer Technologie. Alle vier Fächer gehen nur ein Semester lang, danach hat man im Januar mit den Prünfungen ab. Hinzu kommen Biologie, Latein (medizinische Terminologie) und Sport welche das ganze erste Jahr belegt werden müssen. Diese Fächer werden dann im Sommer geprüft. Ab dem ersten Semester beginnt man außerdem auch mit Anatomie, das über die ersten drei Semester läuft.

Alle Fächern werden immer in Theorie (Vorlesungen) und praktischen Unterricht (Labor, Seminare) aufgeteilt.

Ab dem zweiten Semester fängt man dann endlich mit den zahnmedizinischen Fächern Prothethik („Prosthetics“) und Werkstoffkunde („Dental materials“) an.

Prothethik – Das interessanteste Fach im ersten Jahr für alle angehenden Zahnärzte. Das erste Fach in dem man praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt. Zwei mal pro Woche je 5 akademische Stunden findet der praktische Unterricht statt, die Vorlesung ist einmal pro Woche.

Im 1. Jahr (2. Semester) fängt man zunächst an sich mit der Zahnanatomie und den Dimensionen auseinanderzusetzen. Das bedeutet, man zeichnet alle Zahngruppen bzw. Zähne einzeln auf Millimeterpapier ab, danach lernt man wie man Zähne aus Seife schnitzt („Soap carving“). Danach übt man das sogenannte „Wax up“, bei dem man aus Wachs ein Abbild der Zähne im Ober- und Unerkiefer nachbildet. Am Ende des Semesters muss man alle Arbeiten vollständig dem Professor vorlegen.

Im 2. Jahr (3. Semester) beginnt man mit dem Themenbereich der „festen Prothesen“ – Kronen und Brücken, im 4. Semester behandelt man das Gebiet der „herausnehmbaren Prothesen“ – Teil- und Vollprothesen.

Besonders wichtig ist der zweite Teil des 4. Semesters wo man eine Vollprothese herstellen muss, denn in der Endprüfung die in einen praktischen und theoretischen Teil aufgeteilt ist muss man zuerst die praktische Prüfung bestehen um überhaupt an der theoretischen teilnehmen zu können. Die praktische Prüfung läuft über zwei Tage à 8 Stunden. Nach erfolgreichem Bestehen kann man dann die theoretische Prüfung (circa eine Woche später) antreten.

Werkstoffkunde: Hier lernt die Eigenschaften der für die Zahnmedizin notwendigen Materialien und deren chemische Zusammensetzungen. Das Fach an sich ist theoretisch und umfasst 2 Semester. Es geht zum Beispiel um die Verwendung von Kunstoff, Keramik und Metalle für Füllungen und Restaurierungen, sowie Abdrücke (z.B. Silikone) und die Schritte im zahntechnischen Labor.

Hinzu kommt im zweiten Semester noch das Fach Biophysik; Biologie und Anatomie laufen weiter.

  1. Studienjahr

Nach dem 1. Jahr schließt man also insgesamt mit 7 Prüfungen, die über zwei Prüfungsphasen (Januar und Juni/Juli) verteilt sind, ab: Physik, Histologie, Computertechnologie, Latein, Biologie, Chemie und Biophysik.

Ab dem dritten Semester kommen die Fächer Physiologie, Biochemie und Sozialmedizin/Ethik neu dazu. In Prothethik, Zahnmaterialien und Anatomie wird man ganz normal weiter unterrichtet.

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