Monthly Archives - März 2019

Sofia – Die Hauptstadt Bulgariens

Bulgariens angenehm entspannte Hauptstadt wird oft von Besuchern übersehen, die sich eher direkt an die Küste oder die Skigebiete begeben. Sofia ist keine riesengroße Metropole, aber es ist eine moderne Stadt, mit vielen orthodoxen Kirchen, osmanischen Moscheen und Monumenten der Roten Armee, die einem ein exotisches Gefühl verleihen. Neben den Gebäuden und Boulevards bieten ausgedehnte Parks und gepflegte Gärten eine willkommene Erholung. Die Skipisten und Wanderwege des mächtigen Vitosha Gebirges sind nur eine kurze Busfahrt vom Zentrum entfernt. Sofia ist die Heimat der besten Museen, Galerien, Restaurants und Clubs Bulgariens.

Alexander Nevsky Kathedrale

Die prunkvolle Alexander-Nevsky-Kathedrale in Sofia ist nach der Kathedrale des Heiligen Sava in Belgrad (Serbien) die größte orthodoxe Kirche des Balkans. Das prachtvolle Gebäude enstand zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert vom russischen Architekten Alexander Pomeranzew, der das Gotteshaus in Moskau entworfen hat. Die Kathedrale erinnert an die über 200 000 russischen Soldaten, die im russich-osmanischen Krieg im 19. Jahrhunderts verstarben.

Vitosha Boulevard

Der Vitosha Boulevard ist die Haupteinkaufsstraße von Sofia, in der sich zahlreiche Geschäfte befinden. Die Fußgängerzone ist eine lange Straße, die sich durch das Zentrum von Sofia entlang zieht und auf der sich einige der schönsten Gebäude von Sofia befinden, wie zum Beispiel der Gerichtshof, die Sveta Nedelya Kirche und viele Nobelgeschäfte, Restaurants und Bars. Seinen Namen hat die Straße von Sofias Berg „Vitosha“, dem vierthöchsten Gipfel Bulgariens.

Justizplatz

Der Justizplatz bzw. Justizpalast (bulg.: „ СЪДЕБНА ПАЛАТА“) wurde in den 1940er Jahren aus einem eklektischen Mix verschiedener Epochen entworfen. Seine Vorderseite ist hin zum Boulebard Vitosha gerichtet und der Eingang wird von zwei Löwenstatuen geschmpckt, die auf beiden Seiten der Treppe auf einem Sockel stehen. Heute gilt der Palast als Kulturdenkmal.

Banja – Baschi Moschee

Die Banja-Baschi-Moschee wurde 1576 von einem türkischen Architekten erschaffen, ihr Minarett ragt über die Hauptstadt Sofias hervor. Die Moschee gehört zu den ältesten muslimischen Gebetshäusern Europas. Heute dient die Moschee nur noch zu Kultzwecken, hinter dem Gebäude befindet sich eine große Grünanlage mit Blumen und Bänken.

Nationaltheater „Iwan Wasow“

Das wunderschöne Nationaltheater „Iwan Wasow“ ist das größte Theater in Sofia und sticht mit seiner wunderschönen Bauart hervor. Hier kann man sich Theater, Opern- und Ballettaufführungen von hervorragenden bulgarischen Darstellen anschauen und anhören. Direkt nebenan kann man sich in entspannter Atmosphäre im Stadtgarten Gradska gradina niederlassen. Im Nationaltheater gibt es über drei Bühnen und Platz für 1000 Zuschauer.

Zentralkaufhaus

Das Zentralkaufhaus Sofias bekannt unter der Abkürzung ZUM ist ein Luxuskaufhaus im Zentrum der Hauptstadt. Das Einkaufszentrum liegt am Boulevard Knjaginja Maria Luisa an der Kreuzung zum Boulevard Alexander Dondukow.

Fazit:

Wer das Großstadtleben liebt ist in Sofia genau richtig aufgehoben, denn die Stadt ist lebendig und zugleich gibt es neben der Hektik genug ruhige Orte. Mit der Straßen- oder U Bahn kann man in wenigen Minuten alles erreichen, breite Straßen wechseln sich mit Fußgängerzonen mit gemütlichen Cafés ab. Der Flughafen ist mit dem Bus oder der Bahn schnell zu erreichen, dass heißt für reiselustige Menschen bietet sich viele Möglichkeiten für Kurzurlaube an. Wer die Natur und das Wandern liebt, kann sich in der Hauptstadt selbst ausleben. Natürlich eignet sich Sofia mit den zahlreichen Bars und Nachtclubs auch perfekt zum Feiern.

 

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Plovdiv – Die älteste Stadt Europas

Die Stadt Plovdiv hat neben der hervorragenden medizinischen Universität auch noch vieles mehr zu bieten. Mit circa 340 000 Einwohner ist sie damit nach der Hauptstadt Sofia die zweitgrößte Stadt Bulgariens. Plovdiv zählt zu den Kulturhauptstädten Europas 2019 und ist damit seit diesem Jahr noch attraktiver für Touristen geworden. Die Stadt liegt im südlichen Teil des Landes neben dem Fluss Maritsa und wurde auf sieben Hügeln erbaut. Durch die südliche Lage herrschen hier heiße Sommer und milde Winter. Zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen unter anderem die vielen historischen Denkmäler, die wunderschöne Altstadt, die Hügel mit ihren Aussichten sowie die Dschumaja Moschee. In diesem Artikel beschreiben wir die wichtigsten und sehenswertesten Spots in Plovdiv.

Antikes Amphitheater
Das antike Theater liegt mitten in der Altstadt zwischen zwei Hügeln. Es wurde im zweiten Jahrhundert nach Christus erbaut und ist bis heute eines der am besten erhaltensten antiken Theater auf der ganzen Welt. Der Zuschauerbereich ist wie ein Amphitheater angeordet und besteht aus zwei Rängen mit 14 Reihen aus Marmorsitzen. Während der Sommersaison finden hier verschiedene Veranstaltungen statt, zum Beispiel Opernaufführungen, Folklore- und Rockfestivals. Außerdem eignet sich das Theater als perfekter Ort um spazieren zu gehen und danach eine wunderschöne weitausreichende Aussicht über Plovidv zu genießen. Das Theater ist nur 7 Minuten Gehweg von der Altstadt entfernt, drum herum befinden sich zahlreiche Cafes, Restaurants und Museen.

Kapana
Der Name Kapana, was auf deutsch übersetzt „Falle“ bedeutet, kommt daher, dass man sich damals in den engen Gassen leicht verlaufen konnte. Das Viertel besteht aus Pflastersteinstraßen, geschmückt mit kleinen Fähnchen und die Atmosphäre ist einfach nur idyllisch. Heute ist es das Kreativquartier Plovdivs, viele Künstler und Kreative haben hier ihre Läden, Bars, Cafés, Galerien und Ateliers eröffnet.
Vorallem abends an den Wochendenist das Kapana voll von Studenten, die dort ihre Zeit zusammen genießen.

Dschumaja-Moschee
Die Dschumaja-Moschee ist eine türkische Moschee im Stadtzentrum und das bedeutenste muslimische Heiligtum in Plovdiv. Sie zählt zu einem der ältesten Kulturgebäude des Balkans, der Bau wurde aus der byzantinischen und altbulgarischen architektonischen Technik beeinflusst. Von innen ist die Moschee mit Fresken aus pflanzlichen Ornamenten verziert, außen schmücken Palmen das Gebäude. Direkt vor der Moschee befinden sich die Katakomben eines römischen Amphitheaters, Cafés und Restaurants.

Ruderkanal
Der Ruderkanal in Plovidv ist die größte Sportanlage aus der Balkanhalbinsel, ein künstlicher See der seit 1988 als Regattastrecke für den Rudersport genutzt wird. 2018 fanden erneut die Weltmeisterschaften im Rudern hier statt. Mit einer Länge Beckenlänge von 2200 Metern ist der Ruderkanal neben dem Sport der beliebteste Ort zum Spazierngehen und Rad fahren in Plovdiv. Um den Ruderkanal herum gibt es einige Bänke, Cafes, Restaurants und weitere Sportanlagen für Fußball, Tennis, Basketball etc.

Tipp: Am schönsten ist es am frühen Abend, dann kann man den Sonnenuntergang ganz nah dort genießen.

Alyosha Statue
„Alyosha“ ist der Name eines emaligen sowjetischen Soldaten, dessen Denkmal auf dem Bunarjik-Hügel in Plovdiv steht. Die Statue ist 11 Meter und steht auf einem 6 Meter hohem Sockel. Das Denkmal wurde zu Gedenken an die Verluste der Besatzung der Sowjektunion durch Bulgarien im Zweiten Weltkrieg erbaut.
Den Berg kann man in 20 Minuten von unten zu Fuß erreichen und von ganz oben hat man die beste Aussicht rundherum über die ganze Stadt Plovdiv.

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Das Prüfungssytem – Wie laufen die Klausuren ab?

Wann finden die Prüfungen statt und wie viel Versuche gibt es?

An allen medizinischen Universitäten in Bulgarien hat man pro Studienjahr zwei Klausurenphasen. Die erste findet im Winter (Januar/Februar) am Ende des Semesters statt und die zweite „Session“ im Sommer (Juni/Juli). In der Regel sind die Prüfungen über einen Zeitraum von vier Wochen verteilt, je nach Umfang kann die Phase kürzer oder länger sein. In der Sommerphase gibt es für jede Prüfung zwei Versuche, danach hat man noch die Möglichkeit im September (zu Beginn des neuen Semesters) am dritten Nachschreibetermin teilzunehmen („Liquidation session“). Falls man noch Prüfungen von Januar nachholen muss, kann man diese nur im September schreiben. Für jede Prüfung hat man drei Versuche, d.h. Für die Fächer im Januar gibt es im September/Oktober dann zwei Versuche.

Je nach dem um welches Fach es sich handelt, ob es ein vorklinisch oder klinisches Fach ist und ob es ein rein theoretisches oder praktisches Fach ist, sind die Prüfungen unterschiedlich aufgebaut.

Insgesamt sind die Prüfungen trotzdem fast immer gleich strukturiert.

Wie sind die Prüfungen aufgebaut?

  1. Multiple – Choice Test: Meistens ist zu Beginn jeder Prüfung ein MCQ Test, für den man zwischen einer halben Stunde bis zu einer Stunde Zeit hat (je nach Umfang). Viele Facher gehen hierbei nach dem Ausschlussprinzip, d.h. Man muss den Test mit einer bestimmten Prozentzahl (50% – 70%) bestehen um am nächsten Part teilzunehmen.
  2. Essay schreiben: Aus dem gesamten Syllabus wird eine oder zwei Fragen per Losprinzip gezogen, das Thema muss man dann schriftlich ausführen. In der Regel hat man hier hierfür zwischen einer und anderthalb Stunden Zeit. Nach Abgabe wird der schriftliche Teil umgehend kontrolliert, in der Zwischenzeit hat man eine Pause bis man wieder aufgerufen wird.
  3. Mündliche Prüfung: Im mündlichen Teil kann sozusagen alles was prüfungsrelevant ist abgefragt werden. Die meisten Professoren beziehen sich jedoch auf das geschriebene Essay oder man muss nochmal ein neues Thema, dass im Syllabus vorkommt, ziehen. Der letzte Part in jeder Prüfung wird vom zuständigen Professor des Fachs geleitet, die ersten zwei von den Lehrern aus den Seminaren.

Noch am selben Tag der Prüfung erhält man sein Ergebnis. Direkt nach der mündlichen Prüfung erfährt man, ob man bestanden oder nicht bestanden hat und mit welcher Note. Die Abschlussnote wird in das Studentenbuch eingetragen, welches man zu jeder Prüfung mitnehmen muss!

Wichtig: Das Notensystem in Bulgarien ist umgekehrt gegenüber dem deutschen aufgebaut. 6 (exzellent) ist die Bestnote, 5 (sehr gut), 4 (gut), 3 (ausreichend) und 2 (schlecht) bedeutet durchgefallen.

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